Bildungsreform: Individuelle Begabungen fördern

Die Ressourcen müssen allen Schultypen zur Verfügung gestellt werden, um auf die Bedürfnisse und Begabungen aller Schülerinnen und Schüler bestmöglich eingehen zu können, fordert der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ).

Salzburg, 27. Februar 2010. Die Diskussion über die dringend notwendige Bildungsreform muss differenziert geführt werden, fordert der Katholische Familienverband Österreichs im Rahmen einer zweitägigen Klausurtagung des Arbeitskreises für Bildung und Schule in Salzburg. „Derzeit werden die Ganztagsschule und die Neue Mittelschule als alleinig seligmachende Lösungen präsentiert. Ziel jedes Schultyps muss es sein, alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten bestmöglich zu fördern und zu fordern“, appelliert die Leiterin des Schularbeitskreises, Sieglinde Guserl, an die Verantwortlichen. 

Der KFÖ schlägt vor, in allen Schultypen angemessen differenziert geführte Lerngruppen einzurichten, um die spezifischen und individuellen Talente zu erkennen und zu fördern. Damit dies gelingen kann, ist ein breit gefächertes Bildungsangebot notwendig. Garantiert werden muss in diesem Zusammenhang auch die bestmögliche Ausbildung der Lehrpersonen sowie ihre Weiterbildung. „Die dafür erforderlichen Ressourcen sind allen Schultypen in gleichem Maße zur Verfügung zu stellen. Aktuell profitiert vor allem die Neue Mittelschule von der gezielten Förderung durch das Bildungsministerium“, so der Präsident des Katholischen Familienverbandes, Prof. Dr. Clemens Steindl. „Es ist also nicht verwunderlich, dass der Andrang bei dieser Schulform so groß ist.“


Testabo der e+f
Broschüre zur KFÖ-Tagung "beziehungs-los?" vom 18. September 2009
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