1.700 Jahre arbeitsfreier Sonntag
Anlässlich des Jahrestages des historischen Edikts von Kaiser Konstantin am 3. März plädiert Peter Pitzinger, Vorsitzender des Katholischen Familienverbandes der Diözese St. Pölten, für den strikten Erhalt des arbeitsfreien Sonntags als unverzichtbare Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Als Kaiser Konstantin am 3. März 321 n. Chr. den Sonntag per Dekret unter staatlichen Schutz stellte, schuf er ein Erbe, das weit über den Bestand des Römischen Reiches hinausreichen sollte. „Konstantin konnte damals nicht ahnen, wie prägend dieser Tag für unsere Geselleschaft werden würde“, erinnert Peter Pitzinger im Vorfeld des Gedenktages. Bis heute fungiert der Sonntag als zentraler Taktgeber, der die Woche strukturiert und als planbarer Fixpunkt für das soziale, kulturelle und religiöse Leben dient.
Gemeinsame Zeit braucht Schutz
Für den Katholischen Familienverband ist der Sonntag weit mehr als nur ein freier Tag; er ist eine notwendige Unterbrechung der Leistungsgesellschaft. „Der Sonntag ist der Tag für gemeinsame Unternehmungen, für das Ehrenamt in Vereinen und für die gelebte Spiritualität“, so Pitzinger. Diese kollektive Zeitruhe sei jedoch durch wirtschaftliche Interessen zunehmend gefährdet.
Gegen die „Durchlöcherung“ der Sonntagsruhe
Kritisch betrachtet Pitzinger aktuelle Vorstöße, die den Schutz des Sonntags etwa durch erweiterte Ladenöffnungszeiten in Tourismuszonen oder Aufweichungen im Arbeitsruhegesetz infrage stellen. Der Familienverbands-Vorsitzende warnt davor, diesen wertvollen Zeitanker ökonomischen Zwängen zu opfern.
„Wir dürfen den Sonntag nicht weiter durchlöchern“, appelliert Pitzinger eindringlich. „Im Sinne der niederösterreichischen Familien, der gläubigen Christen und der vielen ehrenamtlich Engagierten muss dieser Tag als Tag der Freiheit von Erwerbsarbeit konsequent geschützt bleiben.“





