Erster „Anna- und Joachim-Kirtag“ war großer Erfolg
Foto: Wolfgang Zarl
Beim ersten „Anna- und Joachim-Kirtag“ am 26. Juli 2026 im St. Pöltner Dom predigte Prof. Josef Spindelböck, Geistlicher Assistent des Katholischen Familienverbandes der Diözese St. Pölten, über die Berufung der Großeltern als Zeugen des Glaubens. Im Mittelpunkt standen die heiligen Joachim und Anna – Großeltern Jesu -, die Weitergabe des Glaubens innerhalb der Familie sowie die Bedeutung eines respektvollen und liebevollen Miteinanders der Generationen.
„Anna- und Joachim-Medaillen“
Peter Pitzinger, Vorsitzender des Katholischen Familienverbandes der Diözese St. Pölten, zeigte sich hocherfreut, dass der St. Pöltner Dom voll war. Das generationenübergreifende Zusammenleben sei ein Zukunftsthema. Viele Großeltern und deren Enkelkinder nutzten beim Festgottesdienst die Gelegenheit, sich gemeinsam segnen zu lassen. Nach der Messe wurden speziell gefertigte und von Spindelböck gesegnete „Anna- und Joachim-Medaillen“ an Großeltern vergeben - diese waren sehr begehrt. Danach lud der Katholische Familienverband - die größte Familienorganisation des Landes - zu einem Kirtag mit Spiel- und Schminkemöglichkeiten, Speisen und Eis. Und generationenübergreifendem Austausch. Großes Lob für die Veranstaltung kam u.a. von Doris Schmidl, Abgeordnete zum Landtag.
Vorbild für Glaubensweitergabe in Familien
In seiner Predigt zum Welttag der Großeltern und Senioren stellte Prof. Josef Spindelböck die heiligen Joachim und Anna als Vorbilder eines lebendigen Glaubens und eines gelingenden Miteinanders der Generationen vor. Als Eltern Mariens und Großeltern Jesu seien sie Sinnbild dafür, wie der Glaube innerhalb der Familie weitergegeben wird.
„Ich vergesse dich nicht“
Ausgehend vom diesjährigen Leitwort „Ich vergesse dich nicht“ betonte der Prediger, dass Gott jeden Menschen im Herzen trägt und niemanden vergisst. Gerade ältere Menschen dürften deshalb nicht an den Rand gedrängt oder vergessen werden. In Anlehnung an die Botschaft von Papst Leo XIV. rief er dazu auf, Eltern und Großeltern regelmäßig zu besuchen und die Verbindung zwischen den Generationen bewusst zu pflegen.
Anhand der Gleichnisse Jesu vom Schatz im Acker, von der kostbaren Perle und vom Fischernetz erklärte Spindelböck, dass das Reich Gottes der größte Schatz des menschlichen Lebens ist. Wer diesen Schatz entdeckt, ist bereit, alles andere ihm unterzuordnen. Der Glaube schenkt schon jetzt Anteil am ewigen Leben und eröffnet die rettende Nähe Gottes.
Reicher Schatz für Enkel durch Großeltern
Besonders hob Spindelböck die Rolle der Großeltern hervor. Sie bewahren einen reichen Schatz an Glauben, Weisheit und Lebenserfahrung, den sie an Kinder und Enkel weitergeben können. Ihr Gebet für die Familie sei ein wertvoller Dienst, ebenso ihr persönliches Glaubenszeugnis. Zugleich erinnerte er daran, dass auch die jüngere Generation Verantwortung trägt: Sie soll die Älteren achten und gleichzeitig den eigenen Lebensweg in Freiheit und im Vertrauen auf Gottes Ruf gehen.
Joachim und Anna seien deshalb nicht nur Heilige der Vergangenheit, sondern Vorbilder für die Gegenwart. Sie zeigen, wie Glaube, Liebe und gegenseitige Wertschätzung das Zusammenleben der Generationen prägen können. Die Predigt schloss mit der Einladung, ihre Fürsprache zu erbitten und den Glauben als kostbaren Schatz in den Familien lebendig zu erhalten.
Ein prägnanter Kernsatz
Großeltern bewahren den Schatz des Glaubens und der Lebenserfahrung; in gegenseitiger Wertschätzung der Generationen wird dieser Schatz an Kinder und Enkel weitergegeben und führt zum Reich Gottes.





