"Eis als Lockmittel"
Bei Gabriel (6 J.) wird es nicht mehr lange dauern, dass er ohne Schwimmhilfe auskommt. Fleißig übt er das Schwimmen und Tauchen. Er und sein Bruder Jakob (4 J.) sind total unempfindlich, wenn sie untertauchen und hineinspringen, halten sie sich nicht einmal die Nase zu. Antonia wird immer mutiger und toleriert sogar, wenn sie die Cousins anspritzen. Um die Bande aus dem Wasser zu bekommen, locke ich sie mit einem Eis, das funktioniert immer.
Lenies Sorge
Lenie (5 ½ J.) ist sehr mitfühlend, wenn jemand in der Familie krank ist. Einerseits scheut sie die Ansteckung und hält sich von hustenden Personen lieber fern, andererseits ist sie ehrlich besorgt. Nachdem ich eine Woche etwas kränkle, erkundigt sie sich nach einer kurzen Plauderzeit an der Haustür: „Oma, bist du wieder gesund? Wast, des ist mir wichtig, dass es dir guat geht.“ Ich bin sehr gerührt und bedanke mich bei Lenie dafür, dass sie an mich denkt und möchte, dass es mir gut geht. Ich kann sie beruhigen: „Ja, Lenie, i bin wieder ganz gesund.“
Die Liebe zu Katzen und zu Mäusen
Als Lenie vom Kindergarten nachhause kommt, sieht sie ihre Katze schon durch den Gartenzaun. Lenie flitzt zu ihrer vielgeliebten „Cookie“ und bekommt den Schock ihres Lebens. Als sie näher kommt sieht sie in Cookies Maul eine kleine Maus zappeln. Zwischendurch lässt Cookie die Maus wieder ein wenig laufen um sie gleich darauf wieder zu fangen. Lenie ist entsetzt und bricht in Tränen aus. Wie kann ihre liebe Katze so böse sein und die entzückende Maus so quälen? Jonas ist auch zur Stelle und beobachtet das Schauspiel fasziniert, fast sensationslüstern.
Als uns die beide davon erzählen, meint (Jonas 8 J.): „Die Maus hot gor kani Augn mehr g’hobt.“ Was bei Lenie den nächsten Tränenausbruch auslöst.
Für drei Kinder sind zwei Hände zu wenig
Der Familie unserer jüngsten Tochter, mit ihren drei Kindern geht es sehr gut. Papa ist noch im Papamonat zuhause und Antonia (4 J.) und Samuel (2 J.) gewöhnen sich langsam an den jüngsten Familienzuwachs Miriam (4 Wochen). Als der zweitägige Männer-Polterausflug eines sehr guten Freundes näher rückt, wird meine Tochter jedoch ein wenig nervös. Gleich zwei Tage und eine Nacht mit 3 Kindern ohne Papa – sie startet einen Hilferuf. Ich kann sie gerne einen Tag unterstützen, am zweiten Tag ist die andere Oma zur Stelle. Um 6:30 Uhr bin ich gestellt. Wir verbringen den heißen Samstag sehr harmonisch mit gemeinsamen Mahlzeiten, verstecken spielen, kochen, kuscheln, vorlesen, Baby schaukeln, malen, im Bach pritscheln, Badeaktion samt ungeliebtem Haarewaschen mal drei und vielem mehr.
Bis zum Ende
Am Abend bringe ich zuerst Samuel ins Bett. Nachdem wir das Zähneputzen widerwillig hinter uns bringen, schläft er nach der Lektüre eines Buches problemlos ein. Dann ist Antonia an der Reihe. Sie sucht sich ein Buch aus und wir kuscheln uns zusammen ins Bett zum Vorlesen. Ich habe schon eine wenig Zeitdruck, da ich noch einen Abendetermin habe und lese in Hochgeschwindigkeit. Als ich endlich am Ende des Buches angelangt bin schaue ich zu Antonia, die friedlich schläft. Die Frage ist nur, wie lange schon ?? Bei der Heimfahrt, lasse ich den Tag Revue passieren und freue mich über die wunderschöne Zeit, die ich mit meinen Enkerln und meiner Tochter verbringen durfte.




