Safer Internet Day: Chatbots können weder Eltern noch Freunde ersetzen!
„Diese Entwicklung sehen wir absolut mit Sorge, wir können als Gesellschaft nicht alles an die KI auslagern und Gespräche mit unseren Kindern dem Algorithmus überlassen“, sagt Andrea Kahl, Leiterin des Schularbeitskreises des Katholischen Familienverbandes. Für sie ist klar, dass Familie der erste und beste Ort für echte Beziehung ist und bleiben muss: „Familien brauchen Geld, Infrastruktur und vor allem aber Zeit, um zu gelingen. Wir können nicht Gespräche mit unseren Kindern und Jugendlichen an die KI auslagern, es müssen die Eltern die Gelegenheit haben, im Leben ihrer Kinder präsent zu sein und das ist eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung“, fordert sie ein Umdenken von einem arbeitszentrierten Familienleben zu einen familienzentrierten Arbeitsleben.
Für den Schulalltag gibt es seitens des Familienverbandes klare Überlegungen zur Einbindung und Thematisierung der Künstlichen Intelligenz: „Dieses Thema muss fächerübergreifend als Unterrichtsprinzip verankert werden und über die reine Anwendung hinausgehen“, wünscht sich Kahl auch eine technische und ethische Auseinandersetzung mit den neuen Möglichkeiten: „Erst wenn ich verstehe, wie etwas funktioniert, habe ich auch ein Bewusstsein dafür, wie es manipuliert werden kann“, ist sie überzeugt und fordert zudem eine verbindliche Schulung für alle Lehrpersonen: „Auch hier gibt es Nachholbedarf, um unsere Jugend so zu schulen, dass sie informiert und verantwortungsbewusst mit ChatGPT, Claude und Google Gemini umgehen können“, so Kahl.
Für sie ist unbestritten, dass in der Anwendung von KI große Vorteile liegen kann, aber auch viele Gefahren drohen, die wir als Gesellschaft im Blick behalten müssen „In all den Diskussionen um künstliche Intelligenz sollten wir uns immer wieder vor Augen halten, dass die Technik für den Menschen da sein muss und nicht der Mensch für die Technik“, so die Bildungsexpertin. „Es wird keine einfachen Lösungen geben, und es ist notwendig, dieses Thema auch auf EU und internationaler Ebene zu betrachten.“
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