Zukunftsdepot darf nicht zulasten anderer Familienleistungen gehen
„Gerade in Zeiten hoher Inflation wäre die Valorisierung der Familienleistungen wichtiger denn je,“ betont Präsident Peter Mender. „Natürlich ist es positiv, wenn die Regierung in die Zukunft der Kinder investiert. Aber das Zukunftsdepot darf keinesfalls als Ersatz für andere ausgesetzte Familienförderungen dienen, insbesondere nicht für die bis 2028 ausgesetzte Valorisierung der Familienleistungen.“
Der Präsident des Katholischen Familienverbandes unterstreicht, wie wichtig die Valorisierung der Familienleistungen gerade für armutsgefährdete und Mehrkindfamilien ist. „Wären Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag 2026 erhöht worden, wären das für jedes Neugeborene knapp 100 Euro mehr pro Jahr. Geld, das armutsgefährdeten und Mehrkindfamilien fehlt und damit ihre ohnehin angespannte finanzielle Situation weiter verschärft“, so Mender. Er weist darauf hin, dass von einer Valorisierung alle Kinder profitieren würden und nicht nur jene, die ab dem 1. Jänner 2027 geboren sind.
Der Familienverband äußert zudem Bedenken hinsichtlich der langfristigen Finanzierung des Zukunftsdepots. „Das Zukunftsdepot darf kein Bonusprogramm bleiben, das lediglich zwei Geburtsjahrgänge umfasst. Die dafür vorgesehenen Mittel müssen langfristig und über die Dauer der aktuellen Bundesregierung hinaus abgesichert sein“, fordert der Präsident des Katholischen Familienverbandes und warnt vor einer Wiederholung der Geschichte: Die 13. Familienbeihilfe wurde im Nationalratswahlkampf 2008 versprochen, eingeführt und nach drei Jahren wieder abgeschafft und durch eine eingeschränkte Schulstartbeihilfe ersetzt.
„Familien brauchen Verlässlichkeit und Planbarkeit. Maßnahmen, die von vornherein begrenzt oder nach kurzer Zeit wieder zurückgenommen werden, sind mehr Symbolpolitik und keine nachhaltige Unterstützung“, stellt Mender klar.

